Freitag, 15. Mai 2009
Jovanovic als Olic-Ersatz?
Ein heißer Kandidat war und ist Milan Jovanovic (28). Schon im Winter hieß es aus Belgien, dass der HSV mit dem Stürmer von Standard Lüttich weitestgehend einig sei. Ein Wechsel sollte demnach in diesem Sommer über die Bühne gehen. Dagegen spricht weiterhin nicht viel. Eine Verstärkung wäre der Serbe wohl auch. Zwölf Tore (zehn Vorlagen) erzielte er diese Saison für Lüttich in 29 Liga-Spielen. "Milan ist ein sehr guter Spieler. Er ist ein Linksfuß, der rechts oder links in der Offensive spielt. Ich habe ihm schon erzählt, wie schön es in Hamburg ist", sagte Olic Anfang des Jahres über seinen potenziellen Nachfolger. Ob der Deal allerdings wirklich klappt, werden wohl erst die nächsten Monate zeigen. Auszuschließen ist dies indes bei Kevin Kuranyi. Der HSV hat entgegen anderer Meldungen kein Interesse an dem ehemaligen Nationalspieler.
Mittwoch, 13. Mai 2009
Verliert der Krisen-HSV jetzt auch Marin?
Vorm Heimspiel heute gegen Abstiegs-Kandidat Bochum ist in Hamburg Alarm. Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen ist der HSV erstmals aus den Uefa-Cup-Rängen gerutscht.
Jetzt zittert der Klub um Millionen und um die neuen Stars. Vier Millionen Euro (netto) haben die Hamburger diese Saison nach Abzug der Spieler-Prämien in Europa verdient. Geld, auf das der Verein kommende Spielzeit möglicherweise verzichten müsste.
Zudem sagt der Vorsitzende Bernd Hoffmann im „Hamburger Abendblatt“: „Unsere gesamten Überlegungen im Transferbereich basieren auf der Annahme, dass wir auch im nächsten Jahr wieder international spielen.“
Mönchengladbachs Nationalspieler Marko Marin (20) war bereits zu Verhandlungen in Hamburg. Der HSV ist mit dem Zauber-Zwerg ziemlich weit. Aber: Würde Marin auch zum HSV wechseln, wenn er dort nächste Saison nicht in einem internationalen Wettbewerb spielen kann?
Die große Angst der Fans: Verliert der HSV jetzt auch Marin?
Verhandelt haben die Hamburger auch mit Griechen-Europameister Konstantinos Katsouranis (29). Bei Benfica Lissabon hat der Mittelfeld-Abräumer das Ticket für den Europapokal sicher. Und beim HSV...?
Hamburger SV will Schalkes Kuranyi
„Ich habe vom Interesse gehört“, bestätigt Kuranyi. Auch HSV-Boss Bernd Hoffmann dementiert nicht. „Wir kommentieren keine Namen“, sagt er. „Richtig ist, dass wir Bedarf in der Offensive haben.“
Rund neun Millionen Euro soll der HSV bereit sein, für Kuranyi auszugeben. Dessen Ausstiegsklausel liegt allerdings bei 25 Millionen. Viel wird von den Gesprächen zwischen Felix Magath, dem künftigen Schalke-Trainer, und Kuranyi abhängen.
Unter Magath gelang ihm in Stuttgart der Durchbruch. Sein alter Lehrmeister könnte Kuranyi einen neuen Schub geben.
Aber auch Stürmer Edin Dzeko spielt eine entscheidende Rolle in der Rochade. Magath würde ihn am liebsten aus Wolfsburg mit nach Schalke nehmen. Die 20 Millionen Euro Ablöse könnte sein künftiger Arbeitgeber zahlen, wenn Kuranyi an den HSV und der brasilianische Verteidiger Rafinha an den FC Bayern verkauft würden.
Katsouranis auf dem Sprung zum HSV
Beim HSV hielt man sich sehr bedeckt, Vereinssprecher Jörn Wolf wollte die Meldung am Dienstag auf Nachfrage der WELT weder bestätigen noch dementieren: "Das gehört in den Bereich Personalpolitik - und zu diesem Thema beziehen wir keine Stellung."
Dienstag, 12. Mai 2009
Der HSV schießt zu wenig Tore - Hoffmann denkt an van der Vaart
Es klang so simpel, fast schon lapidar, doch Martin Jol brachte das Leid beim HSV mit seiner Analyse auf den Punkt. "Wenn wir das erste Tor schießen, dann läuft so ein Spiel ganz anders. Aber das ist eben nicht unsere größte Qualität", sagte der Hamburger Trainer und fügte verbittert hinzu: "Wir müssen unsere Chancen kälter nutzen. Darum geht es im Fußball."
Kurz nach seinem Dienstantritt im vergangenen Sommer hatte Jol vorgerechnet, dass man wohl 65 Tore schießen müsse, um am Ende ganz oben mitmischen zu können. Diese Vorgabe konnte die Mannschaft nicht im Ansatz umsetzen. Im Verlauf dieser Bundesligasaison hat der HSV 43 Tore erzielt, weniger als Wolfsburg (67), der FC Bayern (64), Stuttgart (58), Werder Bremen (57), Hoffenheim (56), Leverkusen (54), Borussia Dortmund (53), Hertha BSC (46), Schalke und Hannover (beide 44).
Der Trainer spricht häufig davon, dass seine Spieler "effektiver" werden müssen. Doch intern drängt Jol darauf, zur kommenden Saison einen oder sogar zwei neue Stürmer in den Kader aufzunehmen. Zumal Ivica Olic (22 Treffer bei 47 Pflichtspieleinsätzen) bekanntlich in der nächsten Serie für München auf Torejagd gehen wird.
Vorstandschef Bernd Hoffmann schloss eine Transferoffensive des HSV jedoch aus: "Wir werden keine Harakirieinkäufe tätigen, legen weiterhin großen Wert auf unser Personal- und Gehaltsgefüge", sagte er der WELT.
Ebenso wie Trainer Jol scheint allerdings auch der Hamburger Boss über eine Rückkehr von Rafael van der Vaart nachzudenken, der bei Real Madrid meist nur Reservist ist. Darüber könne man nach dem Ende der Saison reden, betonte Hoffmann: "Man sollte nie etwas ausschließen." Der frühere Kapitän war in der Vorsaison bei 44 Pflichtspieleinsätzen an 37 Toren als Schütze oder Vorbereiter beteiligt gewesen.Tritt Pandev Olic-Nachfolge an?
Dienstag, 5. Mai 2009
HSV baut Stadion auf 61 322 Plätze aus
Sitz- in 3000 Stehplätze auf der Nordtribüne erreicht. Es entstehen zudem zusätzliche Stehplätze durch den Bau von drei weiteren Tribünenstufen. Damit werden künftig 12 000 der 22 000 Plätze auf der Nordtribüne Stehplätze sein. Trotz des Ausbaus bleibt die HSV-Arena auf Platz fünf in der Rangliste der größten deutschen Stadien.
«Durch den Umbau werden wir nach Dortmund die größte und stimmungsvollste Tribüne haben - und das meine ich nicht nur auf Deutschland bezogen», sagte Clubchef Bernd Hoffmann. Der Umbau soll auch durch erweiterte Einnahmen finanziert werden. Daher will der HSV die Südtribüne mit weiteren 17 Logen und 1000 zusätzlichen Business- Sitzen und einem Balkon ausrüsten.
«Durch den zusätzlichen Hospitality-Bereich finanzieren wir die Schaffung der neuen Stehplatz-Bereiche», sagte Hoffmann weiter. Zudem sollen in einem vierstöckigen Gebäude ein Kinder-Spielpark und ein neues Service-Center entstehen. «Wir investieren in die Substanz des Vereins», betonte der HSV-Chef. Bis 2017 will der HSV die Kredite für die 1998 erbaute Arena getilgt haben.